I. Roemercohorte Opladen e.V.

Konzept der Darstellung

Für die Darstellung römischen Lebens ist eine klare zeitliche Eingrenzung unumgänglich, alleine aufgrund der immensen Menge archäologischen Materials, was uns heute aus römischer Zeit erhalten ist. So umfasst der Darstellungszeitraum der I. ROEMERCOHORTE OPLADEN e. V. ausrüstungsmäßig die Jahre von der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts n. Chr. bis ins frühe zweite Jahrhundert n. Chr.. Es wird somit im wesentlichen ein Zeitraum abgedeckt, der in etwa vom Regierungsantritt des Kaisers Vespasian (69 - 79 n. Chr.) im Jahr 69 n. Chr. über seine Söhne Titus (79 - 81 n. Chr.) und Domitian (81 - 96 n. Chr.) bis in die Zeit des Adoptivkaisertums unter Nerva (96 - 98 n. Chr.), Traian (98 - 117 n. Chr.) und Hadrian (117 - 138 n. Chr.) hineinreicht.

Dieser Zeitraum wird vor allem durch die Darstellung von, beziehungsweise die Anlehnung an die Einheiten LEGIO VI VICTRIX sowie COHORS VI ASTURUM des niedergermanischen Heeres vorgeschrieben. Als besonderer zeitlicher Fixpunkt dient dem Verein jedoch die Regierungszeit des Titus Flavius Vespasianus, in der der große Teil der vom Verein rekonstruierten und präsentierten Ausrüstungsgegenstände schon existent gewesen sein dürfte.

Militär

Auch viele Jahrhunderte nach ihrem Untergang ist die römische Armee noch immer ein in Monumentalfilmen, Historienromanen und Fernsehdokumentationen gerne aufgegriffenes Thema. Die Vielschichtigkeit ihrer militärischen und zivilen Aufgaben sowie die Tatsache, dass sie die technisch am weitesten entwickelte Armee ihrer Zeit darstellte, macht sie auch heute noch äußerst interessant. Dank einer großen Fülle an archäologischem Material und historischen Quellen ist es möglich, militärische Ausrüstung vom Sohlennagel eines Militärstiefels bis hin zum Belagerungsgeschütz soweit zu rekonstruieren, dass sie praxistauglich einsetzbar sind und damit zahlreiche Handlungen des militärischen Alltags lebendig dargestellt werden können.

Dieser angenehmen Herausforderung stellt sich die I. ROEMERCOHORTE OPLADEN e. V. im Rahmen ihrer Aktivitäten. Dabei steht nicht die spektakuläre Massenszenerie kämpfender Soldaten im Vordergrund, sondern vielmehr die Vermittlung möglichst vieler spannender und anschaulicher Details, die den Soldaten als Teil einer hochentwickelten Armee und im Kontext seiner antiken Umwelt näher beleuchten. Die folgenden Bausteine können dabei je nach Größe einer Veranstaltung passend miteinander kombiniert werden.

Zivilleben

Neben den ausschweifenden Orgien der Oberschicht und blutigen Tierhetzen in den Amphitheatern bestand die ziviles römische Gesellschaft vor allem aus einer Vielzahl von einfachen Händlern, Handwerker, Arbeitern, Beamten, Priestern, Hausfrauen und Kindern. Mit der militärischen Eroberung der Provinzen hielten dort bald auch die römische Zivilisation, Lebensweise und Geisteswelt Einzug. Sie vermischten sich mit den vorhandenen lokalen Kulturen und hinterließen ihre noch heute sichtbaren Spuren in Form von Tempeln, Wasserleitungen, Straßen, Grabsteinen, Stadtgründungen, Hafenanlagen und zahlreichen Fundstücken von einfachen Haarnadeln bis hin zu prunkvollen Glasbechern.

Einen Ausschnitt aus dieser Lebenswelt versucht die I. ROEMERCOHORTE OPLADEN e. V. mit ihrem zivilen Zeltlager zu präsentieren. Es vermischt die Funktionen eines zivilen Trosses, an dessen Garküchen die Soldaten etwas Abwechslung zur Militärverpflegung fanden und bei dessen Händlern sie Beutestücke verkaufen und Ausrüstung kaufen konnten, mit Einblicken in die städtische Wohn- und Lebenswelt in den großen Städten der Provinzen. So werden Handwerkstechniken wieder lebendig und entfalten sich die Düfte der römischen Küche und die Farbenpracht antiker Kleidung und Kosmetik. Insbesondere die folgenden Themen können von unseren Mitgliedern mit Leben gefüllt werden und stehen meist auch einzeln oder in kleiner Auswahl für Kleinveranstaltungen zur Verfügung.

Zeichnung eines römischen Legionärs aus dem Logo der I. Roemercohorte Opladen e.V.
LEG VI VIC
Lorbeerkranz
COH VI ASTVR